Ortstaxe Wien 2026: Berechnung, Befreiungen, Fristen
Seit 1. Juli 2026 beträgt die Ortstaxe in Wien 5 Prozent des Nächtigungsentgelts — vorher waren es 3,2 Prozent, und gleichzeitig ist der pauschale Abzug von 11 Prozent weggefallen. Bemessungsgrundlage ist der Übernachtungspreis ohne Umsatzsteuer und ohne Frühstück. Ab 1. Juli 2027 steigt der Satz auf 8 Prozent. Unten finden Sie den Rechenweg mit echten Zahlen, die Befreiungen und die Fristen der MA 6.
Capitolo 01 / 12
01 — Was die Ortstaxe Wien ist und wer sie zahlt
Die Ortstaxe ist eine Landesabgabe der Stadt Wien, geregelt im Wiener Tourismusförderungsgesetz (WTFG). Getragen wird sie vom Gast — Sie behalten sie ein und führen sie ab. Wirtschaftlich sind Sie Inkassostelle, haftungsrechtlich aber Abgabenschuldner gegenüber dem Magistrat.
§ 11 Abs. 1 WTFG ist ungewöhnlich weit formuliert: abgabepflichtig sind „alle Gäste, das sind Urlauber und Urlauberinnen, Geschäftsreisende und sonstige Personen, die im Gebiet der Stadt Wien in einer Unterkunft gegen Entgelt Aufenthalt nehmen". Das ist der erste Unterschied zu Deutschland: bei der deutschen Beherbergungssteuer sind beruflich veranlasste Übernachtungen in vielen Städten befreit, in Wien nicht. Eine Arbeitgeberbescheinigung nützt Ihrem Gast hier nichts.
Der zweite Unterschied betrifft die Bemessung. Tirol, Salzburg oder Kärnten erheben einen Fixbetrag pro Person und Nacht — welche Bewilligungen und Abgaben in den übrigen Bundesländern gelten, fasst der Leitfaden Ferienwohnung in Österreich vermieten zusammen. Wien rechnet als einziges Bundesland mit einem Prozentsatz auf das Nächtigungsentgelt. Die Ortstaxe hängt also nicht daran, ob zwei oder vier Gäste in der Wohnung schlafen, sondern allein am Preis: eine Familienbuchung zu 140 € kostet dieselbe Ortstaxe wie ein Alleinreisender zu 140 €.
Attenzione
Achtung: Genau daran scheitern die meisten Rechner im Netz. Wer die Wiener Ortstaxe „pro Person und Nacht" kalkuliert, rechnet falsch — in beide Richtungen.
Capitolo 02 / 12
02 — Die neuen Sätze: von 3,2 auf 5 auf 8 Prozent
Die Stadt Wien hat die Ortstaxe im Gebührenpaket 2026 in zwei Stufen erhöht. Ursprünglich stand ein Sprung auf 8,5 Prozent schon ab Dezember 2025 im Raum; nach Intervention der Branche wurde daraus ein Stufenplan.
| Zeitraum | Satz | 11-%-Pauschalabzug |
|---|---|---|
| bis 30. Juni 2026 | 3,2 % | ja |
| 1. Juli 2026 – 30. Juni 2027 | 5 % | nein |
| ab 1. Juli 2027 | 8 % | nein |
Der Wegfall des Pauschalabzugs ist der Teil, den viele überlesen. Bis Juni 2026 durften Sie von der Bemessungsgrundlage — nach Abzug von Umsatzsteuer und Frühstück — noch pauschal 11 Prozent abziehen. Effektiv lag die Belastung damit bei 3,2 % × 0,89 = 2,848 Prozent des Nettoentgelts. Seit 1. Juli 2026 sind es glatte 5 Prozent.
Dato
Die reale Steigerung beträgt also nicht 56 Prozent (3,2 → 5), sondern rund 76 Prozent (2,848 → 5). Ab Juli 2027 sind es gegenüber dem alten Regime plus 181 Prozent.
Neu ist zugleich eine Erleichterung: Die Ortstaxe darf auf der Rechnung gesondert ausgewiesen werden. Der Gast sieht damit, welcher Teil des Preises Zimmer und welcher Abgabe ist — das erspart Ihnen die Diskussion an der Wohnungstür.
Capitolo 03 / 12
03 — Bemessungsgrundlage: was Sie abziehen dürfen
Bemessungsgrundlage ist „das Entgelt für den Aufenthalt". Davon bleiben außer Ansatz:
- die Umsatzsteuer — bei Beherbergung in Österreich 10 Prozent; in Deutschland gelten dagegen 7 Prozent auf die Übernachtung und 19 Prozent auf Nebenleistungen
- das Frühstück, soweit es im ortsüblichen Ausmaß enthalten ist
- bis 30. Juni 2026 zusätzlich der Pauschalabzug von 11 Prozent (entfallen)
Nicht abziehbar sind Reinigungspauschalen, Wäsche, Parkplatz, Haustiergebühren oder Servicepauschalen, soweit sie Teil des Aufenthaltsentgelts sind. Wer die Endreinigung separat ausweist, sollte das mit dem Steuerberater klären: Zusatzleistungen unterliegen umsatzsteuerlich 20 Prozent, das macht sie aber nicht automatisch ortstaxefrei.
Für Ferienwohnungen ohne Frühstück — der Normalfall auf Airbnb und Booking — vereinfacht sich die Sache: Sie ziehen nur die Umsatzsteuer ab. Wer Frühstück anbietet und keinen Einzelpreis hat, darf den Anteil schätzen; in der Hotellerie ist ein Kostenschlüssel von 80:20 üblich, immer nur im ortsüblichen Ausmaß.
Nota
Info: Die Ortstaxe selbst ist nicht umsatzsteuerpflichtig. Sie ist ein durchlaufender Posten. Die richtige Reihenfolge lautet daher: aus dem Bruttopreis erst die Ortstaxe herausrechnen, dann vom Rest die Umsatzsteuer.
Capitolo 04 / 12
04 — Ortstaxe Wien berechnen: Beispiel Schritt für Schritt
Eine 55-m²-Ferienwohnung in Wien-Neubau. Der Gast zahlt 120,00 € pro Nacht, alles inklusive, kein Frühstück. Sie sind umsatzsteuerpflichtig (10 Prozent auf Beherbergung).
Schritt 1 — Bruttopreis zerlegen. Die 120 € enthalten drei Bestandteile: Netto-Nächtigungsentgelt, 10 Prozent Umsatzsteuer darauf und 5 Prozent Ortstaxe. Der Bruttopreis ist also das 1,15-Fache des Nettoentgelts.
Schritt 2 — Bemessungsgrundlage. 120,00 € ÷ 1,15 = 104,35 €
Schritt 3 — Ortstaxe. 104,35 € × 5 % = 5,22 €
Schritt 4 — Gegenprobe. 104,35 € + 10,43 € USt + 5,22 € Ortstaxe = 120,00 €. Passt.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gastpreis pro Nacht (brutto) | 120,00 € |
| ./. Ortstaxe 5 % | −5,22 € |
| ./. Umsatzsteuer 10 % | −10,43 € |
| Nächtigungsentgelt netto (Bemessungsgrundlage) | 104,35 € |
| Ortstaxe alt (bis 30.6.2026) | 3,03 € |
| Ortstaxe neu (ab 1.7.2026) | 5,22 € |
| Ortstaxe ab 1.7.2027 | 8,14 € |
Die Erhöhung kostet bei diesem Preis 2,19 € pro Nacht — entweder als Preisaufschlag oder als Margenverlust.
Der Kurzweg: Schlüsselzahl auf den Bruttopreis
In der Praxis brauchen Sie die Division nicht: Sie multiplizieren den Bruttopreis direkt mit einer Schlüsselzahl. Die Wirtschaftskammer Wien veröffentlicht diese Werte für umsatzsteuerpflichtige Betriebe; für Kleinunternehmer ergeben sie sich rechnerisch aus derselben Formel.
| Zeitraum | Satz | mit 10 % USt | ohne USt (Kleinunternehmer) |
|---|---|---|---|
| bis 30. Juni 2026 | 3,2 % nach Pauschalabzug | 2,5237 % | 2,7691 % |
| 1. Juli 2026 – 30. Juni 2027 | 5 % | 4,3478 % | 4,7619 % |
| ab 1. Juli 2027 | 8 % | 6,7797 % | 7,4074 % |
Gegenprobe mit unserem Beispiel: 120,00 € × 4,3478 % = 5,22 €. Identisch zum langen Weg.
Variante mit Frühstück
Ein Apartmenthaus im 7. Bezirk verlangt 150,00 € inklusive Frühstück, das ortsüblich mit 15,00 € brutto angesetzt wird.
- 150,00 € − 15,00 € Frühstück = 135,00 € Beherbergungsanteil
- 135,00 € × 4,3478 % = 5,87 € Ortstaxe
Ohne Frühstücksabzug wären es 6,52 € — 0,65 € pro Nacht zu viel, bei 200 Nächten 130 € im Jahr. Der Abzug lohnt die Dokumentation.
Capitolo 05 / 12
05 — Kleinunternehmer: der Rechenweg ohne Umsatzsteuer
Wer unter der Kleinunternehmergrenze bleibt, weist keine Umsatzsteuer aus — und darf folglich auch keine herausrechnen. Die Grenze wurde mit 1. Jänner 2025 von 35.000 € auf 55.000 € Jahresumsatz angehoben, mit 10 Prozent Toleranz für ein einmaliges Überschreiten. Darüber fällt die Befreiung sofort weg, inklusive des Umsatzes, mit dem die Grenze gerissen wurde.
Für dieselben 120,00 € pro Nacht gilt dann:
- Bemessungsgrundlage: 120,00 € ÷ 1,05 = 114,29 €
- Ortstaxe: 114,29 € × 5 % = 5,71 €
- Kurzweg: 120,00 € × 4,7619 % = 5,71 €
Attenzione
Achtung: Die Ortstaxe zählt nicht in Ihren Umsatz für die 55.000-€-Grenze — sie ist ein durchlaufender Posten. Wer sie mitrechnet, rutscht rechnerisch früher in die Umsatzsteuerpflicht als nötig.
Capitolo 06 / 12
06 — Wer von der Ortstaxe Wien befreit ist
Die Befreiungen in § 11 Abs. 3 WTFG sind knapp und enger, als die meisten Vermieter annehmen. Befreit sind:
- Minderjährige, die sich zum Schulbesuch oder zur Berufsausbildung in Wien aufhalten
- Gäste in Jugendherbergen
- Studierende an Wiener Hochschulen und Universitäten
- Personen, die länger als drei Monate durchgehend in der Unterkunft wohnen
Wer eine Befreiung beansprucht, muss die maßgeblichen Umstände nachweisen — Schulbestätigung, Studienbestätigung, Meldenachweis. Ebenso wichtig ist, was nicht befreit ist:
| Fall | In Wien befreit? |
|---|---|
| Kind unter 15 Jahren auf Urlaub | nein |
| Geschäftsreisender mit Arbeitgeberbescheinigung | nein |
| Monteur, Projektaufenthalt 6 Wochen | nein |
| Studierende an einer Wiener Universität | ja |
| Minderjähriger Schüler oder Auszubildender in Wien | ja |
| Aufenthalt über drei Monate durchgehend | ja |
| Zahlung durch Dritte (Firma, Agentur) | nein, Ortstaxe fällt an |
Dato
Der häufigste Rechenfehler in Wien ist die Kinderbefreiung. In Tirol, Salzburg und Kärnten sind Kinder unter 15 Jahren von der Aufenthaltsabgabe ausgenommen — Wien kennt diese Altersgrenze nicht, weil die Abgabe hier am Entgelt hängt, nicht an der Person.
Die Drei-Monats-Regel ist für Langzeitvermieter relevant: Sobald ein Gast durchgehend länger als drei Monate in derselben Wohnung wohnt, entfällt die Ortstaxe. Klären Sie die Abgrenzung mit der MA 6, bevor Sie einen laufenden Aufenthalt rückwirkend als befreit behandeln — eine Unterbrechung mit Neubuchung setzt die Frist typischerweise zurück.
Capitolo 07 / 12
07 — Anmeldung, Fristen und Meldung an die MA 6
Zuständig ist die Magistratsabteilung 6 — Rechnungs- und Abgabenwesen, Referat Landes- und Gemeindeabgaben. Der Ablauf für eine Wiener Ferienwohnung:
| Schritt | Was zu tun ist | Frist |
|---|---|---|
| 1 | Ortstaxe-Konto bei der MA 6 einrichten | vor der ersten Buchung |
| 2 | Registrierung für die Web-Anwendung VIETour (wien.gv.at) | vor der ersten Meldung |
| 3 | Ortstaxe beim Gast einbehalten | bei Zahlung der Rechnung |
| 4 | Abfuhr an die MA 6 | bis zum 15. des Folgemonats |
| 5 | Jahres-Abgabenerklärung elektronisch über VIETour | bis zum 15. Februar des Folgejahres |
| 6 | Gast im Gästeverzeichnis anmelden | binnen 24 Stunden nach Ankunft |
| 7 | Nächtigungen und Herkunftsländer an die MA 23 melden | monatlich |
| 8 | Belege und Aufzeichnungen aufbewahren | 7 Jahre |
Bei wiederholten Verstößen kann die Behörde die Fristen verkürzen. Wer nichts abzuführen hat, weil kein Gast da war, gibt eine Nullmeldung ab — Schweigen wird als Versäumnis gelesen.
Tip
Tipp: Ortstaxe-Konto und baurechtliche Zulässigkeit sind zwei getrennte Verfahren. Ein aktives Ortstaxe-Konto bedeutet nicht, dass Ihre Wohnung nach der Wiener Bauordnung kurzzeitvermietet werden darf. Seit 1. Juli 2024 braucht es dafür in der Regel eine auf fünf Jahre befristete Ausnahmebewilligung; Home-Sharing im eigenen Hauptwohnsitz bis 90 Tage pro Jahr ist davon ausgenommen. Details im Leitfaden zur Wien Kurzzeitvermietung.
Der Übergang Juni/Juli 2026
Maßgeblich ist die Nächtigung, nicht das Buchungsdatum. Ein Aufenthalt vom 28. Juni bis 3. Juli 2026 wird gesplittet: drei Nächte zu 3,2 Prozent mit Pauschalabzug, drei Nächte zu 5 Prozent ohne. Wer Buchungen mit dem alten Satz vorab kassiert hat, klärt die Differenz für Aufenthalte ab 1. Juli mit der MA 6.
Capitolo 08 / 12
08 — Plattformen: wer die Ortstaxe wirklich abführt
Hier liegt das teuerste Missverständnis des Themas. Die Stadt Wien hat Ortstaxe-Vereinbarungen mit einzelnen Plattformen, die dann für ihre Buchungen einbehalten und abführen. Stand 2026:
| Plattform | Vereinbarung mit der Stadt Wien |
|---|---|
| EG Vacation Rentals Ireland (vormals HomeAway/Vrbo) | ja, seit 1.8.2018, verlängert bis Ende 2026 |
| misterb&b | ja, seit 1.8.2021, befristet bis Ende 2028 |
| Airbnb | nein |
| Booking.com | nein |
| Direktbuchungen über Ihre Website | nein |
Für jede Buchung über eine Plattform ohne Vereinbarung sind Sie selbst zuständig: einbehalten, melden, abführen. Airbnb und Booking.com gehören dazu. Wer annimmt, „die Plattform macht das schon", sammelt eine offene Abgabenschuld — und die MA 6 kann die Abgabe bescheidmäßig festsetzen, wenn die Zahlen nicht zusammenpassen. Selbst bei bestehender Vereinbarung bleiben Ihre Aufzeichnungspflichten: alle entgeltlichen Nächtigungen und vereinnahmten Beträge dokumentieren und nachweisen können, dass die Ortstaxe eingehoben und abgeführt wurde.
Capitolo 09 / 12
09 — Was die Erhöhung Ihre Wohnung im Jahr kostet
Ein realistisches Jahr: Wiener Ferienwohnung, 180 vermietete Nächte, Gastpreis im Schnitt 120,00 €, Jahresumsatz 21.600 € brutto, umsatzsteuerpflichtig.
| Regime | Ortstaxe pro Nacht | Ortstaxe pro Jahr | Differenz zum alten Satz |
|---|---|---|---|
| bis 30.6.2026 (3,2 % nach Pauschalabzug) | 3,03 € | 545 € | — |
| ab 1.7.2026 (5 %) | 5,22 € | 939 € | +394 € |
| ab 1.7.2027 (8 %) | 8,14 € | 1.464 € | +919 € |
Bei drei Wohnungen im gleichen Zuschnitt sind das 2026 rund 1.180 € Zusatzbelastung, 2027 rund 2.760 €. Wer das nicht in die Preise einarbeitet, verliert es aus der Marge. Drei Wege, das aufzufangen:
- Ortstaxe gesondert ausweisen und den Zimmerpreis unverändert lassen — seit der Novelle ausdrücklich zulässig.
- Preise stufenweise anheben statt auf einen Schlag: bei 120 € Basispreis reichen rund 2 Prozent für die Stufe 2026.
- Frühstücksanteile dokumentieren, statt pauschal auf den Bruttopreis zu rechnen.
Capitolo 10 / 12
10 — Strafen und die vier typischen Fehler
Verstöße gegen § 13 WTFG — Abgabenerklärung und Abfuhr der Ortstaxe — sind Verwaltungsübertretungen und werden mit Geldstrafen bis zu 2.100 € geahndet, bei Uneinbringlichkeit mit Ersatzfreiheitsstrafe bis zu zwei Wochen. Teurer als die Strafe ist meist die Nachzahlung: Die Behörde kann Aufzeichnungen prüfen und die Abgabe für zurückliegende Zeiträume bescheidmäßig festsetzen, samt Nebengebühren.
Die vier häufigsten Fehler bei Wiener Vermietern:
- „Pro Person und Nacht" gerechnet. Wien rechnet prozentual auf das Entgelt. Bei Familien führt der Personenansatz zu Über-, bei Einzelreisenden im teuren Apartment zu Unterdeckung.
- Pauschalabzug weiterverwendet. Die 11 Prozent sind seit 1. Juli 2026 weg. Wer die alte Schlüsselzahl 2,5237 % im PMS stehen lässt, führt rund 42 Prozent zu wenig ab.
- Kinder als befreit behandelt. Gilt in Tirol, nicht in Wien.
- Auf die Plattform vertraut. Airbnb und Booking.com haben keine Ortstaxe-Vereinbarung mit Wien.
Capitolo 11 / 12
11 — Die operative Seite: Ortstaxe im Gästegespräch
Abgabenrecht lässt sich nicht delegieren, Routinearbeit schon. Die Ortstaxe erzeugt zwei wiederkehrende Aufgaben: die Erklärung gegenüber dem Gast und die lückenlose Erfassung der Aufenthaltsdaten.
Die Erklärung ist unterschätzter Aufwand. Ein Gast, der auf der Rechnung eine unbekannte Position „Ortstaxe 5,22 €" sieht, fragt nach — auf Englisch, Italienisch, Spanisch, oft um 23 Uhr. Ein KI-Concierge auf WhatsApp beantwortet genau diese Standardfragen in über 25 Sprachen rund um die Uhr; über 12.000 gemessene Konversationen laufen zu 85 Prozent ohne Eingriff des Vermieters durch. Setup rund 30 Minuten, keine Mindestlaufzeit, jederzeit kündbar.
Die zweite Aufgabe ist die Datenerfassung: Ankunft, Abreise, Anzahl der Gäste, Herkunftsland, Nächtigungsentgelt. Genau diese Felder brauchen Sie für das Gästeverzeichnis binnen 24 Stunden, für die MA-23-Statistik und für die Jahreserklärung. Entstehen die Daten strukturiert im Chat und wandern in Ihr PMS, entfällt die Excel-Nacharbeit im Februar. Welche Systeme das leisten, zeigt die Übersicht zur Ferienwohnung Software.
Capitolo 12 / 12
12 — Fazit
Wien hat 2026 die stärkste Erhöhung seiner Tourismusabgabe seit Einführung des WTFG umgesetzt: von effektiv 2,848 auf 5 Prozent, ab Juli 2027 auf 8 Prozent. Wer die Umstellung sauber macht, braucht drei Dinge — die richtige Schlüsselzahl im PMS (4,3478 % auf den Bruttopreis bei Umsatzsteuerpflicht), die korrekte Befreiungsliste ohne Kinder- und Geschäftsreisenden-Mythen, und die Klarheit, dass Airbnb und Booking.com die Abgabe in Wien nicht für Sie abführen. Die Fristen bleiben unverändert: Abfuhr bis zum 15. des Folgemonats, Jahreserklärung über VIETour bis 15. Februar, Aufzeichnungen sieben Jahre.
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