Kurtaxe Schweiz 2026: Sätze, Pauschalen und Gästekarten
Die Kurtaxe liegt in der Schweiz je nach Gemeinde zwischen rund CHF 0.95 und CHF 7.00 pro Person und Nacht, im Mittel bei CHF 3.75. Ein Bundesgesetz dazu gibt es nicht: Jeder Kanton und am Ende jede Gemeinde legt Ansatz, Ausnahmen und Meldeweg selbst fest. Als Vermieter kassieren Sie die Taxe beim Gast und rechnen sie mit der Gemeinde ab.
Capitolo 01 / 10
01 — Warum es «die» Kurtaxe Schweiz nicht gibt
Wer aus Deutschland oder Österreich in den Schweizer Markt einsteigt, sucht zuerst nach einem nationalen Satz. Den gibt es nicht, und das ist keine Lücke, sondern Systemlogik. Tourismusabgaben sind in der Schweiz kantonales Recht, das die Kantone in Tourismusgesetzen regeln und den Gemeinden zur Ausführung überlassen. Die Gemeinde erlässt ein eigenes Kurtaxenreglement, die Urversammlung oder das Gemeindeparlament stimmt darüber ab, der Kanton homologiert es.
Das Resultat sind über tausend Regelwerke nebeneinander. Eine Auswertung des Vergleichsdienstes Comparis über 80 Schweizer Tourismusdestinationen, die zusammen zwei Drittel aller Logiernächte abdecken, fand eine Spannweite von CHF 0.95 in Zug bis CHF 7.00 in Saas-Fee, Saas-Almagell und Montreux. Der Durchschnitt lag bei CHF 3.75 pro Person und Nacht. Selbst innerhalb eines Kantons sind die Unterschiede gross: In Graubünden verlangt Davos CHF 5.90, Chur CHF 2.35.
Ein zweiter Unterschied zum deutschen Modell ist die Bemessungsgrundlage. Die deutsche Beherbergungssteuer ist in der Regel ein Prozentsatz auf den Netto-Übernachtungspreis. Die Schweizer Kurtaxe ist fast immer ein Fixbetrag pro Person und Nacht, unabhängig davon, ob das Apartment CHF 90 oder CHF 900 kostet. Für die Kalkulation heisst das: Der Betrag skaliert mit der Belegung, nicht mit dem Preis.
Attenzione
Wichtig: Alle Beträge in diesem Artikel stammen aus den geltenden Reglementen und offiziellen Tarifblättern der jeweiligen Gemeinde. Sie ändern sich häufig, teils saisonal, teils mitten im Geschäftsjahr. Prüfen Sie den Ansatz vor jeder Saison auf der Website Ihrer Gemeinde oder Ihrer Destinationsorganisation. Verbindlich ist immer das kommunale Reglement, nie eine Übersicht wie diese.
Capitolo 02 / 10
02 — Kurtaxe, Beherbergungstaxe, Tourismusförderungsabgabe
Drei Begriffe, drei verschiedene Zahler. Wer sie verwechselt, zahlt entweder zu wenig oder rechnet mit der falschen Stelle ab.
| Abgabe | Wer schuldet sie? | Bemessung | Wofür verwendet |
|---|---|---|---|
| Kurtaxe / Gästetaxe | der Gast | Fixbetrag pro Person und Nacht | Infrastruktur, Gästekarte, Animation, Info-Stelle |
| Beherbergungstaxe | der Beherberger | pro taxpflichtiger Nacht oder Jahrespauschale | Tourismuswerbung und Marketing |
| Tourismusförderungsabgabe (TFA) | Betriebe, die vom Tourismus profitieren | Umsatz, Betriebsart oder Pauschale | Destinationsmarketing, Standortförderung |
Die Trennung ist nicht kosmetisch, sie steht in den Reglementen. Das Kurtaxenreglement von Zermatt legt in Artikel 1 fest, wie der Ertrag verwendet wird: CHF 2.60 für den Betrieb von Zermatt Tourismus, CHF 0.40 in den Infrastrukturfonds, CHF 1.00 in den Event-Pool. Und es hält ausdrücklich fest, dass der Kurtaxenertrag weder für Tourismuswerbung noch für ordentliche Gemeindeaufgaben verwendet werden darf. Genau deshalb existiert daneben die Beherbergungstaxe: Sie finanziert das Marketing, und sie schuldet nicht der Gast, sondern Sie als Vermieter.
Im Tessin heisst dieselbe Konstruktion tassa di soggiorno (Gast) und tassa di promozione turistica (Beherberger). In Davos steht neben der Gästetaxe die Tourismusförderungsabgabe, die beim Gemeindesteueramt zu entrichten ist — auch dann, wenn Sie Ihre Wohnung nur während einer einzigen Woche im Jahr vermieten, etwa über das World Economic Forum.
Nota
Praxisfolge: Sie haben in vielen Destinationen zwei Abrechnungspartner. Die Kurtaxe geht an die Destinationsorganisation oder das Kurtaxenbüro, die Beherbergungs- beziehungsweise Förderungsabgabe an die Gemeinde. Zwei Konten, zwei Fristen, zwei Nachweise.
Capitolo 03 / 10
03 — Vier Destinationen, vier Systeme
Graubünden: Davos Klosters
Davos erhebt die Gästetaxe nach dem Landschaftsgesetz über die Erhebung der Kur-, Sport- und Verkehrstaxen. Die aktuellen Ansätze:
| Unterkunftsart | Gästetaxe pro Person und Nacht |
|---|---|
| Hotels, Ferienwohnungen, Camping | CHF 5.90 |
| Gruppenunterkünfte, Jugendherbergen | CHF 4.00 |
| Kinder bis zum 12. Geburtstag | befreit |
Davos gehört damit zu den teuersten Destinationen der Schweiz — und zu den strengsten in der Durchsetzung. Die Ausführungsbestimmungen kennen seit einigen Jahren eine Registrierungs- und Publikationspflicht: Jeder Beherberger muss vor der ersten taxpflichtigen Übernachtung bei der Davos Destinations-Organisation eine Objektnummer beantragen, und diese Nummer muss in Inseraten und Werbung sichtbar sein. Bietet die Plattform ein Feld dafür, ist es zu benutzen; sonst gehört die Nummer mit dem Kürzel «Reg-Nr.» in den Titel des Inserats.
Wallis: Zermatt
Zermatt arbeitet mit einem Einheitssatz. Nach dem geltenden Kurtaxenreglement der Einwohnergemeinde beträgt die Kurtaxe CHF 4.00 pro Übernachtung für alle Unterkunftsformen. Kinder zwischen 9 und 16 Jahren zahlen die Hälfte, Kinder unter 9 Jahren sind befreit. Befreit sind ausserdem Personen mit Wohnsitz in der Gemeinde, Schüler und Studierende anerkannter Walliser Schulen während der Schulperiode sowie Angehörige von Armee, Zivilschutz und Feuerwehr im Dienst.
Erhoben wird die Taxe durch Zermatt Tourismus. Die Anmeldung erfolgt elektronisch, in der Regel am Anreisetag des Gastes, die Rechnung folgt im Monat darauf. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. November bis zum 31. Oktober. Wer sich der Zahlung entzieht oder falsche Angaben macht, riskiert eine Busse bis CHF 5'000.
Tessin: Lugano- und Ascona-Locarno-Region
Das Tessin regelt beides kantonal im Tourismusgesetz (LTur) und differenziert nach Unterkunftskategorie. Die seit dem 1. Januar 2025 geltenden Ansätze in der Region Lugano:
| Kategorie | Tassa di soggiorno (Gast) | Tassa di promozione (Beherberger) |
|---|---|---|
| Hotels 4–5 Sterne | CHF 4.50 | CHF 1.70 |
| Hotels 1–3 Sterne / nicht klassiert | CHF 4.20 | CHF 1.25 |
| Ferienwohnungen und Zimmer | CHF 2.00 | CHF 1.25 |
| Camping, Wohnmobile | CHF 3.10 | CHF 0.95 |
| Jugendherbergen | CHF 3.10 | CHF 0.20 |
| Berghütten, Massenlager | CHF 0.50 | CHF 0.20 |
Die Region Ascona-Locarno arbeitet mit demselben Gesetz, aber eigenen Tarifen innerhalb der kantonalen Bandbreite von CHF 0.50 bis CHF 4.50 für die Aufenthaltstaxe und CHF 0.20 bis CHF 2.00 für die Promotionstaxe. Für Ferienwohnungen ist das Tessin damit spürbar günstiger als die alpinen Wintersportorte — die Promotionstaxe von CHF 1.25 pro Nacht, die Sie selbst schulden, sollten Sie aber in Ihrer Kalkulation nicht vergessen.
Zürich: die Destination ohne gesetzliche Kurtaxe
Der Kanton Zürich ist der Sonderfall. Es gibt keine gesetzlich geregelte Kurtaxe — weder kantonal noch kommunal. Stattdessen existiert eine freiwillige Beherbergungsabgabe, die «City Tax»: CHF 3.50 pro Person und Nacht, erhoben von Betrieben, die dem Zürcher Hotellerie-Verein oder Gastro Zürich angehören, und verwendet zur Finanzierung von Zürich Tourismus, das sich zu rund 65 Prozent daraus trägt. Ab der 31. Übernachtung entfällt die Abgabe (Longstay-Regel). Weil es sich um ein Entgelt und nicht um eine hoheitliche Abgabe handelt, unterliegt die City Tax dem Sondersatz für Beherbergungsleistungen bei der Mehrwertsteuer.
Für Ferienwohnungen gilt: Airbnb zieht in der Region Zürich CHF 3.50 pro Person und Nacht ein und leitet sie weiter — auf Basis einer Vereinbarung mit Zürich Tourismus, nicht aufgrund einer Steuerpflicht. Buchen Ihre Gäste direkt oder über einen anderen Kanal, greift diese Automatik nicht.
Tip
Merksatz für die Kalkulation: In Zermatt zahlt eine vierköpfige Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder von 11 und 14) für sieben Nächte CHF 4.00 × 2 × 7 plus CHF 2.00 × 2 × 7 = CHF 84.00 Kurtaxe. Dieselbe Familie zahlt in Davos CHF 5.90 × 3 × 7 = CHF 123.90, weil dort erst Kinder unter 12 befreit sind. In einer Tessiner Ferienwohnung wären es CHF 2.00 × 4 × 7 = CHF 56.00. Der Spread auf eine einzige Buchung beträgt CHF 68.
Capitolo 04 / 10
04 — Wer kassiert, wer haftet, wer meldet
Das Grundmuster ist in allen Kantonen gleich und für Vermieter der wichtigste Satz des ganzen Artikels: Steuersubjekt ist der Gast, Haftungssubjekt sind Sie.
Artikel 2 des Zermatter Reglements formuliert es unmissverständlich: Wer kurtaxenpflichtige Personen beherbergt, ist verpflichtet, die Kurtaxe bei diesen einzukassieren und dem Erhebungsorgan zu überweisen — «ansonsten er persönlich für die Bezahlung haftet». Vergessen Sie die Taxe beim Check-in, schulden Sie sie trotzdem. Nachbelasten können Sie dem abgereisten Gast in der Praxis nichts.
Daraus folgt eine kurze Pflichtenliste:
- Vor der ersten Vermietung bei der Destinationsorganisation registrieren und Objektnummer beziehen
- Beim Gemeindesteueramt als Vermieter anmelden (Beherbergungs-/Förderungsabgabe)
- Jeden Gast elektronisch melden, in der Regel am Anreisetag
- Kurtaxe separat auf der Rechnung ausweisen, nicht im Nächtigungspreis verstecken
- Gästekarte bei Ankunft aushändigen oder digital freischalten
- Abrechnungen und Meldungen archivieren — Kontrollen sind in allen Reglementen vorgesehen
Die Meldedaten gehen über die reine Abrechnung hinaus. Das Zermatter Reglement nennt als Zweck der Registrierung ausdrücklich auch die Bereitstellung der Daten für die Polizei in Notfällen — funktional dasselbe wie der deutsche Meldeschein für Ferienwohnungen, nur über das Kurtaxenportal statt über ein Formular.
Attenzione
Achtung bei Plattform-Automatik: Wenn Airbnb oder Booking.com eine Taxe einzieht, entbindet Sie das nicht von der Meldepflicht gegenüber der Gemeinde. In den meisten Schweizer Destinationen gibt es überhaupt keine Plattform-Vereinbarung — die Ausnahme Zürich ist eben eine Ausnahme.
Capitolo 05 / 10
05 — Pauschalabgaben für Zweitwohnungen
Der zweite Punkt, an dem ausländische Eigentümer regelmässig stolpern: In vielen Tourismusgemeinden zahlen Sie Kurtaxe auch dann, wenn kein zahlender Gast in der Wohnung war. Wer eine Zweitwohnung selbst nutzt oder dauerhaft an Personen ohne Wohnsitz in der Gemeinde vermietet, zahlt eine Jahrespauschale.
Zermatt rechnet das offen vor. Die Jahrespauschale wird pro Objekt erhoben, abgestuft nach der Anzahl Betten — jeder Schlafplatz zählt als ein Bett, ein Doppelbett als zwei. Sie beträgt CHF 160.00 pro Bett und Jahr, hergeleitet aus CHF 4.00 Kurtaxe mal 40 unterstellten Nächten. Eine Wohnung mit sechs Betten kostet also CHF 960 pro Jahr, bevor der erste Gast eingecheckt hat.
Entscheidend ist der nächste Absatz des Reglements: Entgeltliche Vermietungen sind in der Pauschale nicht inbegriffen. Für jede bezahlte Übernachtung wird die Kurtaxe zusätzlich zur Jahrespauschale erhoben. Die Pauschale deckt Ihre Eigennutzung ab, nicht Ihr Geschäft.
Andere Kantone lösen dasselbe Problem anders:
| Destination | Pauschale für Zweitwohnungen |
|---|---|
| Zermatt (VS) | CHF 160.00 pro Bett und Jahr |
| Region Lugano (TI) | CHF 15.00 bis CHF 100.00 pro Bett und Jahr, je nach Erschliessung und touristischem Angebot am Standort |
| Davos (GR) | Pauschale nach Objektgrösse; Reduktion bei häufiger Vermietung (rund 10 Wochen −25 %, rund 20 Wochen −50 %) |
Das Tessiner Modell ist bemerkenswert differenziert: Der Mindestsatz von CHF 15.00 pro Bett gilt für Objekte, die mehr als 15 Gehminuten von der nächsten Strasse entfernt liegen. Wer eine Wohnung länger als drei Monate mietet, zahlt ebenfalls die Jahrespauschale statt der Nachttaxe.
Dato
Rechnen Sie das durch, bevor Sie kaufen: Eine 6-Betten-Wohnung in Zermatt kostet Sie allein an Kurtaxen-Pauschale CHF 960 im Jahr. Dieselbe Wohnung im Tessin, gut erschlossen und mit CHF 100 pro Bett bewertet, CHF 600. Und die Davoser Reduktion belohnt aktive Vermietung — ein Argument dafür, die Auslastung sauber zu dokumentieren.
Capitolo 06 / 10
06 — Die Gästekarte: was Ihr Gast für die Taxe bekommt
Der grösste Unterschied zur deutschen Übernachtungssteuer und zur österreichischen Ortstaxe in Wien ist die Gegenleistung. In der Schweiz fliesst der Kurtaxenertrag zweckgebunden in Infrastruktur und Gästeleistungen zurück — und der Gast merkt das.
- Davos Klosters Premium Card: freie Fahrt im lokalen öffentlichen Verkehr je nach Standort der Unterkunft und definierten Tarifzonen, vergünstigte Bergbahntickets im Sommer, weitere Vergünstigungen. Sie wird bei der Ankunft an zahlende Gäste ausgehändigt und ist auch digital in der Destinations-App verfügbar. Hunde sind über die Karte des Halters abgedeckt und fahren auf allen Bergbahnen in Davos Klosters mit.
- Engadin St. Moritz «Bergbahnen inklusive»: Ab der zweiten Übernachtung in einem teilnehmenden Betrieb sind im Sommer die Bergbahnen der Region im Aufenthalt enthalten. Die Sommeraktion läuft typischerweise von Anfang Mai bis Ende Oktober.
- Ticino Ticket: freie Fahrt mit Zug, den meisten Bussen und einzelnen Schiffen im ganzen Kanton, Ermässigungen auf Seilbahnen und Attraktionen. Es gilt ab der ersten Nacht in einem teilnehmenden Hotel, einer Jugendherberge, einem Campingplatz — und in teilnehmenden Privatunterkünften. Seit der Einführung 2017 wurden fast vier Millionen Karten ausgestellt.
Für Sie als Vermieter ist die Gästekarte kein Nebenschauplatz, sondern ein Verkaufsargument. Eine Familie, die in Davos CHF 123.90 Kurtaxe zahlt und dafür Bus und vergünstigte Bergbahnen bekommt, empfindet den Betrag anders als eine Familie, die dieselbe Summe kommentarlos auf der Rechnung findet.
Tip
Prüfen Sie aktiv, ob Ihre Ferienwohnung beim Gästekarten-Programm Ihrer Destination angemeldet ist. Im Tessin etwa geben nur teilnehmende Privatunterkünfte das Ticino Ticket aus — die Anmeldung läuft über die Destinationsorganisation und ist in der Regel eine Formsache, wird aber oft schlicht vergessen.
Capitolo 07 / 10
07 — Kurtaxe in der Gästekommunikation
Kurtaxe erzeugt Fragen, und zwar immer dieselben, immer in mehreren Sprachen und meist ausserhalb der Bürozeiten: Warum kommt am Check-in noch etwas dazu? Zahlt mein neunjähriges Kind auch? Bekomme ich die Karte für die Bergbahn? Kann ich bar zahlen?
Diese Fragen sind keine Compliance-Aufgabe, sondern Routinearbeit — und sie lassen sich vollständig standardisieren. Ein KI-Concierge auf WhatsApp beantwortet sie in über 25 Sprachen rund um die Uhr, versteht Text, Fotos und Sprachnachrichten und übernimmt in der Praxis 85 Prozent der Konversationen ohne Eingriff. Konkret entlastet das an vier Stellen:
| Aufgabe | Manuell | Automatisiert |
|---|---|---|
| Kurtaxen-Betrag vor Anreise ankündigen | E-Mail pro Buchung | Nachricht bei Buchungsbestätigung |
| Rückfragen zu Kindersätzen und Ausnahmen | 5–10 Min. pro Fall | in der Konversation beantwortet |
| Gästekarte erklären und Nutzung zeigen | Zettel in der Wohnung | Chat mit Link und Zonenplan |
| Personendaten für die Meldung einholen | Formular am Check-in | strukturierte Abfrage im Chat |
Was die Automatisierung nicht übernimmt: die Abrechnung mit der Gemeinde und die Verantwortung für den richtigen Ansatz. Beides bleibt bei Ihnen, und beides gehört einmal pro Saison auf die Agenda.
Capitolo 08 / 10
07-bis — Die Ortstarife im Detail
Der Bundesüberblick nennt die Spannweiten. Was Sie tatsächlich abrechnen, legt die Gemeinde fest, und in den grossen Feriendestinationen weicht sie deutlich vom Kantonsmittel ab. Die drei Orte mit den meisten Rückfragen haben eigene Beiträge:
- Kurtaxe Zermatt — Satz, Gästekarte und was bei Kindern gilt.
- Kurtaxe Saas-Fee — die im Wallis oft verwechselte Nachbardestination.
- Kurtaxe Davos — Graubünden, mit eigener Meldelogik.
Capitolo 09 / 10
08 — Sechs Fehler, die Schweizer Vermieter Geld kosten
- Den Satz vom Vorjahr weiterverwenden. Reglemente und Tarifblätter werden häufig angepasst. Der Ansatz ist eine Jahresprüfung wert, nicht eine einmalige Recherche.
- Nur die Kurtaxe abrechnen. Die Beherbergungs- oder Förderungsabgabe schulden Sie selbst und geht oft an eine andere Stelle.
- Die Objektnummer nicht im Inserat führen. In Davos ist die Publikation der Registrierungsnummer Pflicht, nicht Empfehlung.
- Annehmen, die Plattform erledige das. Ausserhalb weniger Vereinbarungen zieht keine Plattform Schweizer Kurtaxen ein.
- Die Jahrespauschale mit der Vermietungstaxe verrechnen. Entgeltliche Vermietungen kommen zur Pauschale hinzu, sie ersetzen sie nicht.
- Die Taxe in den Nächtigungspreis einrechnen. Gäste, die den Posten separat sehen und die Gegenleistung kennen, reklamieren seltener.
Capitolo 10 / 10
09 — Fazit: föderal, fix pro Nacht, prüfpflichtig
Die Kurtaxe Schweiz ist kein einheitliches Regime, sondern eine Sammlung kommunaler Reglemente auf kantonaler Rechtsgrundlage. Drei Dinge gelten trotzdem fast überall: Der Betrag ist ein Fixbetrag pro Person und Nacht, nicht ein Prozentsatz. Der Gast schuldet die Taxe, aber Sie haften für die Abführung. Und neben der Kurtaxe steht regelmässig eine zweite Abgabe, die Sie selbst tragen.
Für die Praxis heisst das: Ansatz einmal pro Saison auf der Gemeindeseite verifizieren, zwei Abrechnungswege sauber trennen, Zweitwohnungspauschale in die Renditerechnung aufnehmen und die Gästekarte aktiv kommunizieren. Wer diese vier Punkte im Griff hat, hat die Schweizer Tourismusabgaben im Griff.
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Verto in der Praxis
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